Zwinger aus Kaliningrad (Russland) Russischer Schwarzer Terrier

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FCI Nr. 6990 mainback to mainpagepage
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Standard:

  • kräftiger überdurchschnittlich großer Hund mit starkem Knochenbau und massiver Muskulatur
  • abwehrbereit gegenüber Fremden, eignet sich zur Abrichtung
  • derb und widerstandsfähig
  • extrem kraftvoll und elegant
  • sehr beweglich sowie sehr ausgeglichenes Verhalten
  • freundlich gegenüber Kindern, Alte- sowie behinderten Menschen
  • schwarzes, festes Haarkleid mit Unterwolle graues Stichelhaar erlaubt
  • dichtes hartes Haarkleid von 4-10cm, welches regelmäßige Pflege erfordert
  • ausgeprägter Bart sowie rauhe und struppige Augenbrauen
  • starke weiße Zähne eng schließend, Scherengebiß
  • geräumiger, tiefer bis mind. an die Ellenbogen reichender Brustkorb
  • hoch angesetzte Rute (in Deutschland unkuppiert)
  • der Trab oder Galopp sind frei, harmonisch und leichtfüßig
  • Rüden 66-72 cm ca. 50 kg
  • Hündin 64-70cm ca. 40 kg

allgemeines Erscheinungsbild
Schwarze Terrier sind übermittelgroße, robuste Hunde mit kräftigem Knochenbau. Das Haar ist schwarz und fest mit Unterwolle am Kopf und an den Beinen ist reichlich"Schmuckhaar". Graues Stichelhaar ist erlaubt. Die Widerristhöhe wünscht man sich beim Rüden zwischen 66cm und 72cm, bei der Hündin zwischen 64cm und 70cm. Das Gewicht liegt bei einem erwachsenen Rüden bei ca. 50kg. Seit dem 1. 6. 1998 darf bei Schwarzen Terriern die Rute nicht mehr kupiert werden. Dies ist zwar schade, denn die Hunde werden anders aussehen. Es ist aber kein großer Mangel, sonder nur ungewohnt.
Gemeinsam ist es den Züchtern gelungen das Problem der Hüftdysplasie einzugrenzen. Im Alter von 18 Monaten werden Schwarze Terrier geröntgt. Das Röntgenbild und die Ahnentafel werden dem Klubzuchtwart überlassen. Dieser reicht die Unterlagen dann bei dem Auswerter ein Im Klub für Terrier haben die Schwarzen Terrier ihre Heimat gefunden. Vor Jahren von einigen Züchtern noch als Exoten belächelt und abgetan. Heute fest etabliert und gerne gesehen. Auf der Welthundeausstellung in Dortmund 1991 waren 56 Schwarze Terrier gemeldet, eine für 1991 überwältigende Zahl. Es waren Hunde aus Belgien, Italien, Österreich, Finnland, Tschecheslowakei, Polen, der Sowjetunion und aus Deutschland zu sehen. So bunt der Reigen der Nationalitäten, so "bunt" stellten sich auch die Schwarzen Terrier dar. Das unterschiedliche Trimming stach schon sehr ins Auge. Man sah Schwarze Terier, zugewachsen und absolut ungetrimmt, kurzgeschoren wie ein Riesenschnauzer, bis zur perfekten Pudelschur. Heute sieht man dahingehend ein wesentlich einheitlicheres Bild. Der Schwarze Terrier soll das Erscheinungsbild eines gepflegt ungepflegten Hundes haben. Mit großer Wahrscheinlichkeit spielt es eine Rolle, daß der Klub für Terrier nach Anerkennung dieser Rasse 1982, die Betreuung übernommen hat. Da man immer wieder perfekt getrimmte Terrier vor Augen hat entsteht natürlich der Wunsch die Vorzüge eines Hundes durch gekonntes Trimming hervorzuheben. Bei der Welthundeausstellung 1996 in Budapest stachen die Hunde der GUS- Staaten durch fachgerechtes Trimming ins Auge.

in Deutschland
In Deutschland ist der Schwarze Terrier seit 1982 anzutreffen. Es wurde eine 12 Wochen alte Hündin aus Moskau importiert. Zu diesem Zeitpunkt gab es schon einen dreijährigen Rüden der von einem deutsch-sowjetischen Ehepaar bei der damaligen Übersiedlung in die BRD mitgebracht worden war. Beide Hunde stammten aus der moskauer Zuchtrichtung. Der erste Wurf dieser Verpaarung in Deutschland fiel im November 1985, der zweite Wurf im Juli 1987. Zwei weitere Würfe mit einer eigenen Nachzuchthündin und einem schwedischen Rüden (Samenimport, künstliche Befruchtung) folgten. Unterdessen hatten einige wenige Züchter die Hunde gesehen und Feuer gefangen. Da zwei Hündinnen und ein Rüde, zuzüglich Samenimport noch lange keine etablierte Rasse ergeben machten sich einige Familien unabhängig voneinander auf den langen, steinigen Weg. Mitte bis Ende der 80er Jahre war es kaum möglich im Osten einen guten "Russen" zu finden oder diesen auch noch zu erwerben. Verständigung war immer eine Katastrophe. Briefkontakte, inklusive der verzweifelten Suche nach einem Übersetzer, nächtliche Telefonaktionen und vieles mehr folgten. Es gelang aber einigen Züchtern in Ungarn, Polen und der Sowjetunion selbst fündig zu werden. Nach der Öffnung der Grenzen zum Osten war es dann einfacher, hier und dort einen Schwarzen Terrier zu bekommen, so daß die Zuchtbasis allmählich breiter wurde. Das Problem der Hüftdysplasie tat sich auf. Nur wenige der unter sehr vielen Mühen importierten Hunden konnten zur Zucht eingesetzt werden. Die Hüftgelenksdysplasie ist auch heute noch das Hauptproblem der aus dem Osten importierten Tiere. In osteuropäischen Ländern gibt es keine kontinuierliche Röntgenkontrolle. Einzelne Züchter bzw. Halter von Ausstellungshunden sind allerdings bereit, ihre Hunde HD röntgen zu lassen. In Deutschland nahm die Zucht der Schwarzen Terrier ihren kontinuierlichen Fortgang. Heute gibt es in Deutschland ca. 25 Züchter dieser Rasse. Immer noch leisten Züchter, Halter und Aussteller Pionierarbeit. Im Jahre 1997 fielen ca. 150 Welpen. Dies ist nicht sehr viel wenn man die Zahlen mit anderen Gebrauchshunderassen vergleicht. 
Schwarze Terrier sind heute in Deutschland überwiegend Familienhunde. Robust und ausgeglichen im Wesen, gelehrig und sensibel gegenüber seiner Umwelt. Im Zwinger hat der Schwarze Terrier nichts zu suchen. Nur beim engen Zusammenleben mit seiner Familie kommen seine besten Eigenschaften zum Tragen. Der Schwarze Terrier will beschäftigt werden. Sie sind wetterfeste Familien-, Gebrauchs- und Rettungshunde, ihrer Stärke wohl bewußt. Obschon bei den Schwarzen Terriern kein Jagdtrieb vorhanden ist, werden einige wenige jagdlich geführt. Sie sind ruhig und ausgeglichen im Haus. Draußen allzeit bereit zum Spielen und Toben. Welpen sind aufgeschlossen, neugierig und sehr gelehrig. Sie sollten mit sehr viel Liebe und der notwendigen Konsequenz erzogen werden, wobei unnötige Härte nicht angebracht ist. Schwarze Terrier werden sehr spät erwachsen, sie brauchen genügend Zeit für ihre Entwicklung. Man sollte mit einem Junghund nicht zu früh anfangen zu arbeiten.

(dieser Text ist der Seite www.tschornije.de entnommen)



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